In der Steiermark wird die kulinarische Spezialität aus dem Steirischen Ölkürbis (lat. Cucurbita pepo var. styriaca) hergestellt. Diese Varietät unterscheidet sich von den zahlreichen anderen Kürbisformen durch ein einzigartiges Merkmal: Sie hat die verholzende Samenschale durch eine Mutation vor etwa 100 Jahren verloren, so dass den Samenkern nur noch ein dünnes Silberhäutchen schützt. Die weiche Konsistenz der Kerne ermöglicht eine effiziente Pressung des Öls. Die intensive Farbe geht auf im Öl gelösten Schalenpigmente zurück (Chlorophyll a und b, Phäophytin).

Kürbiskernöl hat ein ausgeprägtes Nussaroma. Es ist gesundheitlich wertvoll, da es einen relativ hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält (vor allem Ölsäure), ca. 27 g in 100 g Kernöl.
Wichtige Inhaltsstoffe der Ölkürbiskerne:
35-55% Öl davon
• 20-30% einfach ungesättigte Ölsäure
• 45-65% mehrfach ungesättigte Linolsäure
• 5% Stearinsäure
• 10-15% Palmitinsäure
30-40% Eiweiß (Protein)
4-8% Kohlenhydrate
2-4% Rohfaser
4-5% Mineralstoffe und Spurenelemente
Chlor, Eisen, Fluor, Jod, Kalium, Kalzium, Kupfer,
Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor, Selen,
Schwefel, Zink
Vitamine:
30 Milligramm Vitamin E (β- und γ-Tokopherole) pro 100g Kürbissamen
A, B1, B2, B6, C, D
Phytosterine z.B. Delta-7-Sterole
Seltene Aminosäuren wie Zitrulling und Cucurbitin
Squalen
Natürliche Farbstoffe wie Chlorophyll und Protochlorophyll
100g Kürbissamen haben 550 bis 610 Kilokalorien

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